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Was Deutschlandpremiere Ski extrem - Vom Nordpol bis zum Mount Everest Der neue Vortag von Hans Kammerlander
Wann 07.11.2018
von 19:30 bis 21:30
Wo big Eppel, Europaplatz 4, 66571 Eppelborn
Termin übernehmen vCal
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Die allermeisten extremen Skifahrer sind selten extreme Höhenbergsteiger. Und die allermeisten extremen Höhenbergsteiger sind ebenso selten extreme

Skifahrer. Hans Kammerlander ist einer der ganz wenigen Alpinisten der Welt, der beides kann und dem es gelungen ist, beide Leidenschaften miteinander

zu verbinden. In seinem neuesten Vortrag zeigt der Südtiroler Spitzenalpinist auf eindrucksvolle Weise, wie es möglich ist, extremes Bergsteigen an den höchsten Gipfeln der Erde mit gewagten Skiabfahrten zu kombinieren. Eine abenteuerliche Reise auf zwei Brettern rund um den Globus. Bergsteigen und Skifahren in den Eiswüsten und an den Achttausendern – Bilder, Filmsequenzen, Eindrücke, wie sie so kompakt noch nie gezeigt wurden.

 Der neue Vortrag des Südtirolers entführt das Publikum in eine Welt, die ebenso faszinierend wie unwirklich erscheint. Schnee ist der Stoff, aus dem

der Winter gemacht wird. Skifahren ist für Hans Kammerlander eine ebenso große Leidenschaft, wie es das Bergsteigen ist. Beides hat er auf einzigartige

Weise zusammengeführt. Und so berichtet Kammerlander von seinen Anfängen in den jungen Jahren, die ihn später immer weiter hinaufgeführt haben bis zu jenem Tag im Mai 1996, als er am höchsten Punkt der Erde stand und nicht wusste, ob er mit Ski in diesen gähnenden Abgrund fahren sollte oder nicht.

Hans Kammerlander 2018 

Foto: Hans Kammerlander

Am frühen Vormittag des 24. Mai 1996 stapfte ein Mann mühselig über einen Grat in Richtung Gipfel. Es war kalt an diesem Morgen, trotz der Sonne. Fast

30 Grad unter Null. Gemessen an Metern schien der Weg nicht mehr weit zu sein. Doch der Gipfel des Mount Everest markiert die höchste Verwerfung unserer Erdkruste,k 8848 Meter. Weiter geht es nirgendwo sonst hinauf. Alles ist unglaublich anstrengend in dieser unwirtlichen Umgebung. Eigentlich unmenschlich, denn menschliches Leben ist dort oben dauerhaft nicht mehr möglich, das Überleben schwierig. Länger als 48 Stunden kann man dort oben nicht überleben. Und jeder Schritt wird zur Quälerei. Als Hans Kammerlander damals 1996 in nur 16 Stunden und vierzig Minuten durch die Nacht auf den Gipfel stieg, war schon das eine noch nie dagewesene Leistung. Sie ist noch heute außergewöhnlich. Nun stand er ganz oben. In einer Höhe, in der man sogar die Krümmung der Erde am Horizont erkennen kann. Mit einem kleinen Karabiner waren an Kammerlanders ultra leichtem Klettergurt ein paar Ski befestigt. Es war ein seit vielen Jahren insgeheim gehegter Traum vom Gipfel des Mount Everest mit Ski abzufahren. Nun stand er fast 4000 Meter über dem Basislager. Unter ihm die beeindruckend steile Nordwand. Wie würde dieses Abenteuer ausgehen, jetzt, da die Kräfte erheblich geschwunden waren, jetzt, da der Kopf nein sagte und der Bauch ja, jetzt, da es so viel leichter gewesen wäre, den Erfolg mit Steigeisen und auf einem bekannten Weg ins Tal zurück zu bringen…?

 

Hans Kammerlander wurde 1956 als sechstes Kind einer Bergbauernfamilie an einem steilen Hang im Südtiroler Ahrntal geboren. Seine Kindheit verlief entbehrungsreich. Doch wenn der Winter kam, wenn der Schnee Berge und Täler in Stille versinken ließ, dann waren die Kinder in Ahornach, dem kleinen Nest unter den Dreitausendern, hellwach. Mühsam und doch mit Freude trampelten sie zwischen den Häusern den Schnee auf den Wiesen nieder und dann ging es in sausender Geschwindigkeit den Hang hinunter. Das war die Zeit, in die der Skifahrer Kammerlander hineingeboren wurde. Er hatte fast nichts und machte so viel daraus. Später kamen das Bergsteigen und das extreme Klettern dazu. Heute stehen in seiner außergewöhnlichen Vita zwölf der vierzehn Achttausender, sieben davon gemeinsam mit Reinhold Messner, die sieben zweithöchsten Berge auf allen Kontinenten der Erde, fünfzig Erstbegehungen in den Alpen und sechzig Solo-Klettereien in schwierigen Wänden, extreme Skiabfahrten in steilen Wänden und Rinnen. Und schließlich nahm er die Ski auch mit in den Himalaja, zum Nordpol und in die Eiswüste der Antarktis. Eine der besten Vorbereitung für die ganz hohen Gipfel ist das steile Eis. Das Blut scheint in den Adern zu gefrieren, so wie Wasserfälle bei klirrender Kälte zu Eisfällen werden. Wenn der Südtiroler Bilder von dieser adrenalinhaltigen Spielart des Alpinismus zeigt, hört man im Saal eine Stecknadel fallen. Heute gilt Kammerlander als einer der letzten ganz großen Allrounder im Alpinismus, als einer der außergewöhnlichsten Bergsteiger seiner Zeit, als famoser Skifahrer und auch als fesselnder Erzähler.

 Der Eintrittspreis beträgt im Vorverkauf 17 Euro incl. Vorverkaufsgebühr und an der Abendkasse 18 Euro.

Vorverkauf:

big Eppel, Tel. 06881/8960686 o. www.bigeppel.de

Rathaus Eppelborn, Bürgerinformation, Tel. 06881/969100

Tabak & More, Tel. 06881/921931

Und an allen bekannten Vorverkaufsstellen

 Veranstalter: Saarländischer Bergsteiger- und Skiläuferbund e.V. in Kooperation mit der Gemeinde Eppelborn