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Bauernhaus Habach

 

Bauernhaus HabachAn der Ecke Eppelborner Straße/Zum Bach im Ortsteil Eppelborn-Habach steht das „Bauernhaus Habach“, das die Gemeinde Eppelborn 1990 erwarb und in den folgenden vier Jahren restaurierte. Am 2. Juni 1994 wurde das Bauernhaus der Öffentlichkeit übergeben. 1995 erfolgte die Übertragung des Gebäudes an die „Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn“. In dem Haus wird das „Leben auf dem Lande“, wie unsere Vorfahren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebten und arbeiteten, dokumentiert.

 

 

 

Das Haus und seine Besitzer

Erster Besitzer des 1847 fertig gestellten Gebäudes ist Nikolaus Rodenbusch. Die weiteren bekannten Besitzer des Bauernhauses sind der Ackerer Peter Naumann (1814 - 1881) und seine Frau Barbara (1840 - 1899) ab 1862. Deren Tochter Catharina (1863 - 1936) heiratete 1880 den Ackerer Nikolaus Leinenbach (1855 - 1928). 1885  kam das Ehepaar Leinenbach in den Besitz des Hauses. Dessen Tochter Maria (1895 - 1975) heiratete 1920 den Bergmann Alexander Eydt. 1925 erhielt das Ehepaar Eydt das Bauernhaus, das dieses 1957 an die Tochter Irmine, eine verheiratete Weber, weitergab, die es dann später ihrem Sohn Edgar Weber übertrug. 1990 erwarb die Gemeinde Eppelborn das Bauernhaus und 1995 wurde das „Bauernhaus Habach“ in das Eigentum der „Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn“ übertragen.

 

Bauernhaus Habach innenBeschreibung des Bauernhauses

Bei dem 1847 fertig gestellten Gebäude, an das im Jahre 1896 ein Pferdestall und ein Schuppen mit Schmiede angebaut wurden,  handelt es sich um ein südwestdeutsches Bauernhaus, bei dem sich Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem Dach befinden. Vom Flur im Erdgeschoss des Wohnteils kommt der Besucher in das Wohnzimmer, das früher nur zu besonderen Anlässen benutzt wurde. Dieses Zimmer ist u.a. mit einem gusseisernen Ofen, einem Schrank, einem Tisch, Stühlen und Bildern ausgestattet. In einer Ecke des Raumes befindet sich ein Herrgottswinkel. Das Schlafzimmer, das sich an das Wohnzimmer anschließt, ist mit einem Bett, einem Schrank, einem Kinderbett und verschiedenen anderen Gegenständen eingerichtet. In der Küche sind neben den früher üblichen Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen eine Backmuhl, eine Zentrifuge und ein Butterfass zu sehen. Über eine steile Holztreppe gelangt man von der Küche in das Obergeschoss des Wohntraktes, in dessen Vorraum sich eine Rauchkammer befindet. In dem großen Raum des Obergeschosses werden Ausstellungen zu verschiedenen Themen gezeigt. Eine weitere Holztreppe führt die Besucher direkt unter das Dach, wo verschiedene Gegenstände, z.B. eines Besenbinders, ausgestellt sind. Im Keller des Wohnbereiches sind die Gewölbedecke, der Backofen und der Sauerkrauttrog aus Sandstein beachtenswert.

Bauernhaus KücheVom Flur des Erdgeschosses gelangt der Besucher durch eine Tür direkt in den Wirtschaftsteil des Bauernhauses und zwar zunächst in den Kuhstall, im dem auch Kälber und Schweine untergebracht waren. An den Kuhstall schließt sich die nach oben offene Tenne an, neben der sich der Pferdestall befindet. Diese drei Räume sind mit zahlreichen Gegenständen ausgestattet, die über die bäuerliche Arbeitsweise informieren. Bei den Böden im Kuh- und Pferdestall handelt es sich um Pflasterböden, während es in der Tenne ein Lehmboden ist. Sehenswert sind auch die Kappendecke im Kuhstall und die „Gewickelte Decke“ im Pferdestall. Von der Tenne gelangt der Besucher in die Werkstatt des Bauern. Über dem Kuh- und Pferdestall befindet sich eine größere Ausstellungsfläche, auf der neben zahlreichen landwirtschaftlichen Geräten auch ein Webstuhl zu sehen ist.

 

Bei der Außenanlage ist vor allem das alte Pflaster des Hofes beachtenswert, das angeblich aus einer villa rustica im Wald „Steinhaus“ stammen soll. Ein Weidenbaum, je zwei Nuss- und Kastanienbäume, ein alter Weinstock am Giebel, ein alter „Plumpsklo“ und ein Bauerngarten sorgen für ein schönes Ambiente um das Bauernhaus.

 

Auszeichnungen

Im Landeswettbewerb 1994 des „Saarländischen Denkmalpflegepreises“ wurde das “Bauernhaus Habach“ mit dem Saarländischen Denkmalpflegepreis ausgezeichnet. Im Rahmen des Landeswettbewerb 1994 „Saarländische Bauernhäuser - Zeugnisse unserer Heimat“ erhielt das Bauernhaus eine Sonderanerkennung, womit die Verdienste um die stilgerechte Erhaltung eines saarländischen Bauernhauses gewürdigt wurden.

 

Virtuell erlebbares Museum

Zusammen mit digicult Saarland werden die Ausstellungsstücke des Museums mit ihrer meist nicht mehr bekannten Alltagsfunktion und Bedeutung für die Bewohner des historischen Bauernhauses beschrieben. Zu den Ausstellungsstücken auf digicult Saarland (F).

 

Öffnungszeiten

Das „Bauernhaus Habach“ ist von April - Dezember, sonntags von 15.00 - 17.00 Uhr geöffnet.

Nach telefonischer Vereinbarung, Tel. 06881/7117, Tel. 06881/962628,
kann das Bauernhaus auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden.

Der Eintritt ist frei.

Literatur: Willibald Bonner, Aloysius Scholtes, Anneliese Wark: „Bauernhaus Habach. „Leben auf dem Lande“. Wie unsere Vorfahren zu Anfang bis Mitte des 20. Jarhunderts lebten“ (Eppelborn 2008)

(= Edition Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn, Bd. 3)

Eintritt ist frei!

 

Standort:

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