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Alte Kirche in Wiesbach

 


Alte Kirche Wiesbach hochkantIm Ortskern von Wiesbach steht zwischen der Augustinus- und Valeriusstraße die alte Wiesbacher Kirche, die über Jahre das kirchliche Zentrum in Wiesbach bildete. Erstmals erwähnt wird eine Pfarrkirche in Wiesbach in der „taxa generalis“ aus dem Jahre 1330, doch ist anzunehmen, dass die dem Hl. Albanus geweihte Kirche noch etwas älter ist. Anfang des 18. Jahrhunderts war das Kirchengebäude zu klein geworden für die angewachsene Gemeinde und baufällig, da die Schäden aus der Zeit der Kriegswirren im 17. Jahrhundert nur  notdürftig behoben worden waren. Pfarrer Erntzen ließ daher 1734 die alte Kirche abreißen und eine neue errichten, die 1736 feierlich eingeweiht wurde. Von diesem Gotteshaus ist der Westturm mit birnförmigem Helm und welscher Haube bis zum heutigen Tag in fast unveränderter Form erhalten. Doch schon 100 Jahre später war auch dieses Gotteshaus zu klein für die Pfarrgemeinde. 1843/44 ließ Pfarrer Schoeben die Kirche abreißen und nur der barocke Turm des Vorgängerbaues blieb stehen. Am 15. Oktober 1844 wurde die neue Kirche, die nun den Hl. Augustinus als Schutzpatron hatte, eingeweiht. Bis 1963 feierten die Katholiken aus Wiesbach in dieser Kirche den Gottesdienst. Infolge des starken Bevölkerungsanstieges - besonders nach dem Zweiten Weltkrieg - war auch dieses Kirchengebäude mit der Zeit zu klein geworden und so beschloss man, an einer anderen Stelle eine neue Pfarrkirche zu bauen, die am 28. Juli 1963 konsekriert wurde. In den folgenden Jahren wurde oft darüber diskutiert, das Kirchenschiff der alten Pfarrkirche abzureißen und den unter Denkmalschutz stehenden Turm stehen zu lassen, doch glücklicherweise scheiterte dies an den fehlenden finanziellen Mitteln. Als Pfarrer Becker 1976 nach Wiesbach kam, setzte er sich für den Erhalt der alten Kirche ein. Nach langen Verhandlungen mit dem Konservatoramt in Saarbrücken und dem Bischöflichen Konservatoramt in Trier gab schließlich die Bischöfliche Behörde in Trier die Zustimmung zum Umbau der alten Kirche, die zwischenzeitlich als Gesamtkomplex unter Denkmalschutz gestellt worden war, zu einem Pfarrzentrum. Wegen den beengten finanziellen Möglichkeiten beschloss man, zunächst nur eine Hälfte der Kirche umzubauen. Mit der Planung wurde der Saarbrücker Architekt Klufting beauftragt. Zuerst begannen die Arbeiten zur Erhaltung des Turmes, dann erneuerte man das Kirchenschiffdach und schließlich erfolgte der Bau eines Festsaales, zweier Schulungsräume, einer Küche und einer Toilette in einer Hälfte des Kirchenschiffes. Am 07. Mai 1989 wurde das neue Pfarrzentrum feierlich eingeweiht. Heute finden u.a. interessante Kulturveranstaltungen in der alten Kirche Wiesbach statt, die von der Kirchengemeinde und örtlichen Vereinen genutzt wird. Architektonisch interessant ist der Turm der alten Pfarrkirche. Es ist ein Bruchsteinbau mit versetzten Eckquadern. Durch ein rundbogiges Pilasterportal mit waagerechter Verdachung betritt man das Gebäude. Über zwei gleichmäßig gebildeten Geschossen sitzt die kleine Glockenstube und darauf der geschieferte birnenförmige Helm mit welscher Haube. Das anschließende Kirchenschiff bestand vor dem Umbau aus einem Saal mit fünf Fensterachsen und einem schmalen fünfseitigen Chor.

Standort:

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