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Evangelische Kirche Dirmingen

 

Evangelische Kirche Dimingen

Im Ortskern von Dirmingen, am Fuße des Bräkerts, steht an der Kreuzung Lebacher Straße/ Marktplatz/ Berschweilerstraße die evangelische Kirche, die in ihrem Ursprung auf vorreformatorische Zeiten zurückgeht. Jedoch fehlen uns genaue Angaben über die Zeit vor der Reformation. Vermutlich war die damalige Kirche wegen der geringeren Bevölkerungszahl kleiner als die heutige. Darauf lässt auch der noch aus dieser Zeit stammende Turm schließen, der wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Das alte Kirchengebäude war mit der Zeit baufällig geworden und wurde 1746 bis auf die Grundmauern abgerissen und nur der Turm blieb stehen. Die Grundsteinlegung zum Neubau der Kirche erfolgte am 24. April 1746 und schon am 06. November wurde die Kirche geweiht.

Den Plan zu dem Kirchenneubau entwarf Friedrich Joachim Stengel, von dem auch die Pläne für die Ludwigskirche und das Schloss in Saarbrücken stammten. Nach Stengels Plan wurde an dem stehen gelassenen Turm nach Osten hin ein neues Kirchenschiff angebaut, dessen rechteckiger Saal im Lichten 11,00 x 17,30 m mißt. An den Ecken des Kirchenschiffes befinden sich Lisenen. Die je zwei schmalen und hohen Fenster haben Stichbogen, und das Dach ist auf der Schmalseite abgewalmt. Die vier Geschosse des auf der Westseite stehenden romanischen Turmes sind durch einfache Schräge abgesetzt, nur die ehemalige romanische Schallhaube durch ein Profil aus Platte und Schmiege. Das oberste Geschoss mit rundbogig geschlossenen Schallöffnungen und die schön geschwungene geschieferte welsche Haube mit offener Laterne und Zwiebelaufsatz wurden 1746 aufgesetzt. Im Innern hat das Untergeschoss des Turmes ein Kreuzgewölbe, dessen Rippen einen rechteckigen Querschnitt mit aufgelegtem Dreiviertelstab haben. Die Konsolen in den Ecken sind zum Teil als sehr einfach gearbeitete Masken (Kopfkonsolen) ausgebildet, zum Teil laufen sie nach zisterziensischer Art und Gewohnheit in zwei Hörnern (Hornkonsole) aus. Im Obergeschoss sind noch heute die vermauerten gekuppelten Schallöffnungen des 13. Jahrhunderts erhalten.

Eine wesentliche Erweiterung hat die Kirche durch den Umbau im Jahre 1937 erfahren. Nach Planung und unter Leitung von Professor Rudolf Krüger, Saarbrücken, wurde an der Ostseite des Kirchenschiffes von 1746 ein Anbau errichtet, durch den einmal die Außenansicht sehr gewann und im Innern ein größerer Altarraum geschaffen werden konnte. Im Altarraum befindet sich an der Wand gegenüber der Kanzel eine Grabplatte des Pfarrers Johann Gerhard Heintz. Auf der 195 x 78 cm großen Sandsteinplatte ist ein Pfarrer mit Kelch rechts neben dem Kopf abgebildet. Die vorhanden gewesene Inschrift ist nicht mehr lesbar.

1996 wurden umfangreiche Arbeiten an dem Kirchengebäude durchgeführt.

Für Besichtigungen:

Tel. 06827/666

Standort:

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