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Naturdenkmal "Steinrutsch"

 

Steinrausche Im Gemeindebezirk Dirmingen, der die Südpforte zum Naturpark Saar-Hunsrück bildet, befindet sich in dem bekannten Naherholungsgebiet „Steinrausche“ das bedeutendste geologische Naturdenkmal des Landkreises Neunkirchen, die „Steinrutsch“, ein quarzitisches Konglomerat, dessen Steinblöcke in einem Umkreis von 100,00 m wie von Titanenhand aufgetürmt erscheinen.

 

Geologie

In der Umgebung von Dirmingen und Eppelborn sind die Kuseler Schichten, die unterste Abteilung des Rotliegenden, reich an  Konglomeratbänken. Besonders in der oberen Abteilung der Kuseler Schichten treten Konglomerate auf, die zuweilen eine Mächtigkeit von über 10 m erreichen und bis über kopfgroße Gerölle von rötlichem Quarzit führen. Eine feste kieselige Masse verkittet die groben Gerölle, und sie bilden dann ein sehr festes Gestein, das auch Felsen bildet.

 

Lage der „Steinrutsch“

SteinrauscheDie „Steinrutsch“, im Distrikt 110 des Staatsforstes am Nordwesthang des Großen Elmesberges gelegen, gehört einem quarzitischen Konglomeratlager der Oberen Kuseler Schichten an. Dieses Konglomeratlager, das sich als deutlich erkennbarer Rücken durch den Wald zieht und von einer Unmenge kleinerer und größerer losgelöster Konglomeratblöcke begleitet wird, tritt an einzelnen Stellen besonders felsenbildend auf. Eine solche Stelle heißt die „Steinrutsch“ am Nordwesthang des Großen Elmesberges. Durcheinander gewürfelte, riesige Blöcke und Quader aus Konglomeratgestein treten hier auf. Die Gerölle, Blöcke und riesigen Quader der „Steinrutsch“ sind aus dem Konglomeratlager innerhalb der Kuseler Schichten herausgewittert worden. 

 

 

Herausbildung der „Steinrutsch“

SteinrauscheIm Tertiär, das vor 1000 000 Jahren endete, wurden unter tropisch- wechselfeuchten Klimabedingungen die Gesteinsunterschiede verwischt, zurück blieb eine Fastebene in Meereshöhe, deren Reste im 400 m Niveau auf den Höhen um Dirmingen erhalten blieben. Um diesen Betrag wurde das Gebiet durch eiszeitliche Krustenbewegungen über den Meeresspiegel gehoben, zugleich schnitten sich die Flüsse kräftig ein und zergliederten die ehemalige Fastebene in zahlreiche Riegel und Vorsprünge, wobei insbesondere in den schwach geneigten Talursprüngen („Dellen“) der vegetationslosen Hochflächen das Bodenfließen (Solifluktion), das nach jedem Auftauen der Oberfläche des Dauerfrostbodens in Gang kam, gewaltige Abtragungsleistungen erbrachte. Die Fließerde wanderte hangab und wurde teils in der Talaue abgelagert, teils talab wegtransportiert. Die herausgewitterten Gerölle und Felsbrocken im Bereich des Konglomeratzuges am Großen Elmesberg wanderten mit dem Erdbrei hangab, der Lehm wurde herausgespült und zurück blieb das eindrucksvolle Blockmeer, die „Steinrutsch“.

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