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Informationen zum Verbrennen von pflanzlichen Abfällen  

Das Wichtigste zuerst: Zur Zeit dürfen keine pflanzlichen Abfälle verbrannt werden, das ist erst wieder im März 2019 zulässig.

 

Das Verbrennen von Abfällen außerhalb der dafür genehmigten Anlagen ist generell verboten. Einzige Ausnahme sind pflanzliche Abfälle, wobei hier das Verbrennen in der  sogenannten Pflanzenabfallverordnung (PflanzAbfV) geregelt ist. Diese Verordnung wurde im Amtsblatt des Saarlandes vom 30. September 1999, Seite 1319 ff, veröffentlicht. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Pflanzliche Abfälle dürfen außerhalb von Abfallentsorgungsanlagen nur auf die in der Verordnung vorgesehene Art und Weise entsorgt werden. Die Verordnung sieht folgende Entsorgungswege vor:
      • Verrottung oder Kompostierung auf dem Grundstück, auf dem die pflanzlichen Abfälle anfallen
      • Eingabe in die Biotonne
      • Anlieferung an die gemeindeeigene Kompostieranlage
  • Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist verboten, es sei denn folgende Bedingungen sind erfüllt:
      • Das Verbrennen ist mindestens drei Tage vorher schriftlich bei der Gemeinde Eppelborn anzuzeigen. Das Anzeigeformular zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle finden Sie weiter unten als PDF-Download. Bitte beachten Sie: Da die Gemeinde Eppelborn derzeit im rechtsverbindlichen Verfahren noch keine elektronisch signierten Dokumente annimmt, muss das ausgefüllte Formular von Hand unterschrieben an die Gemeinde Eppelborn geschickt oder gefaxt (06881-969 222) werden.
      • Das Verbrennen ist nur zugelassen in der Zeit  vom 01. März bis 31. März und vom 01. Oktober bis 31. Oktober
      • Mindestabstände sind einzuhalten: 100 m von:

-  im Zusammenhang bebauten Ortsteilen,
-  Gebäuden, Zeltplätzen oder Sport- u. Erholungseinrichtungen,
-  Naturschutzgebieten, Wäldern, Heiden und Mooren,
-  Autobahnen.
sowie 50 m von allen anderen öffentlichen Verkehrsflächen.

Sie wissen nicht, wie weit die Brennstelle vom nächsten Gebäude, Straße oder Bahnlinie entfernt ist? Hier erfahren Sie, wie Sie über das Geoportal Saar die Entfernung im Luftbild selbst messen können.

  • Das Verbrennen ist verboten:Feuerteufel
      • bei langanhaltender und extrem trockener Witterung
      • bei Waldbrandwarnstufe 1
      • bei starkem Wind
      • wenn durch Feuchtigkeit des Materials zu starke Rauchentwicklung zu befürchten ist
      • zu anderen Zeiten als montags bis freitags von 9.°° bis 16.°° Uhr und samstags von 9.°° bis 14.°° Uhr.
  • Das Feuer ist ständig von mindestens zwei Personen, von denen eine das 18. Lebensjahr vollendet haben muss, zu beaufsichtigen.
  • Um die Brandfläche sind Schutzstreifen von drei Meter Breite zu ziehen, die von pflanzlichen Abfällen freizumachen sind.


Hier nochmal die wichtigsten Vordrucke im Überblick:

-   Pflanzenabfallverordnung (PflanzAbfV)

-   Anzeigeformular zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle (März 2019)

-   Geoportal Saar zu Messen von Entfernungen im Luftbild


... und aus gegebenem Anlass noch ein wichtiger Hinweis:

Das Anzeigen des Verbrennens pflanzlicher Abfälle ist - der Name sagt es - eben nur eine Anzeige und keine Genehmigung und schon gar kein Freibrief. Mit der Anzeige bestätigen Sie, dass Ihnen die Inhalte der Pflanzenabfallverordnung bekannt sind. Bei Zuwiderhandlung (z.B. nicht Einhalten der Mindestabstände, starke Rauchentwicklung) hilft es also gar nichts, das Verbrennen vorher angezeigt zu haben, im Gegenteil, Sie bestätigen damit sogar, dass Sie wider besseres Wissen gehandelt haben. Ein Verstoß gegen die Bestimmungen der Pflanzenabfallverordnung ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.

Da dies schon mehrfach der Fall war und sich viele Bürgerinnen und Bürger der Entfernungen gar nicht bewusst sind bitten wir um Verständnis dafür, dass beim Anzeigen des Verbrennens pflanzlicher Abfälle in Ihrem eigenen Interesse die Abstände von der Feuerstelle bis zum Ortsrand anhand von Lageplänen und Luftbildern nachgemessen werden und die Annahme der Anzeige verweigert wird, sofern die Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Aus ökologischen Gründen sollte, wenn immer möglich, auf das Verbrennen von pflanzlichen Materialien verzichtet werden.

  • Kompostieren Sie pflanzliches Material. Wertvolle Nährstoffe können so dem Boden zurück gegeben werden. Das Fachgebiet Umwelt- und Naturschutz hält zahlreiche Informationen  zum „Kompostieren“ für Sie bereit.
  • Nutzen Sie den Heckenschnitt zur Anlage einer „Benjes-Hecke“. Ast- und Reisigstapel in einer Ecke des Gartens bieten vielen Tieren Unterschlupf.