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Die Bürgermeisterin informiert:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Fasenacht ist vorbei, der Ernst des Lebens beginnt jetzt wieder. Unsere Faschingsveranstaltungen waren sehr erfolgreich. Bei den Umzügen in Bubach, Macherbach und Wiesbach konnten Besucherzuwächse erzielt werden, die Sicherheit konnte gewährleistet werden, es gab teilweise aber auch viel Müll und Unrat auf den Straßen, und jeder betroffene Hauseigentümer war gefordert, seinen Bürgersteig sauber zu machen. Ein Appell an alle Narren im nächsten Jahr, vergessen Sie nicht diejenigen, die nach den Umzügen alles wieder sauber machen müssen und werfen Sie nicht Sachen gedankenlos auf die Straße. Sonst klappte alles prima – einen herzlichen Dank an die vielen Akteure, die ehrenamtlich ganz tolle Arbeit zugunsten der Fasenacht gemacht haben, insbesondere auch an das DRK und Feuerwehr Helfer/innen und die Mitarbeiter unseres Bauhofes. Nächstes Jahr wird alles noch besser.

Reden an Aschermittwochstreffen sind oft emotional und schön anzuhören, taugen aber nicht  für das politische Alltagsgeschäft. Unser Doppelhaushalt 2015-16 steht bevor, wird voraussichtlich Mitte Mai vom Gemeinderat beschlossen und verlangt von allen Beteiligten ein großes Stück Arbeit. Die laufenden Haushaltsberatungen sind zeitintensiv und verlangen ein hohes Maß an Sacharbeit, aber auch viel Fingerspitzengefühl bei Themen wie Krippenausbau, Feuerwehrinvestitionen oder auch nachhaltige Sanierung kommunaler Gebäude. Es müssen letztendlich klare und  zukunftsweisende Entscheidungen getroffen und klare Prioritäten gesetzt werden. Nicht ich als Bürgermeisterin entscheide über den Haushalt, sondern der Gemeinderat. Paragraph 35 des Kommunalselbstverwaltungsgesetzes (KSVG) bestimmt klar, dass der Gemeinderat über den Erlass der Haushaltssatzung, die Aufstellung eines Haushaltssanierungsplans, die Zustimmung zu erheblichen überplanmäßigen und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen oder derartigen Verpflichtungsermächtigungen sowie die Festsetzung des Investitionsprogramms zu entscheiden hat. Im Rahmen meiner Aufgabe als Leiterin der Gemeindeverwaltung, ist es meine Pflicht, mit Hilfe der Verwaltung die Beschlüsse des Gemeinderates vorzubereiten und später dann auszuführen.  Es gibt noch viel zu tun bis wir einen für alle befriedigenden Haushalt beschließen können. Meine Fachverwaltung hat gute Vorarbeit geleistet, jetzt sind die Fraktionen und die vom Rat eingesetzte Sparkommission gefordert ihre Entscheidungen zum Wohl unserer Bürger/innen sachgerecht für die Haushaltssitzung vorzubereiten.

 

Steigender Flüchtlingsstrom

Aufgrund der Kriegszustände und Verfolgungen in vielen Ländern, insbesondere im arabischen Raum, nimmt die Anzahl der Flüchtlinge ständig zu, auch in unserer Gemeinde. Aktuell sind 53 Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea in unserer Gemeinde, davon 3 Familien mit Kindern und 1 Ehepaar, das demnächst Eltern wird. Die Flüchtlinge sind in 3 Gemeindehäusern untergebracht, in 5 von uns angemieteten privaten Wohnungen und in 2 privat vermieteten Wohnungen. Da auch zukünftig mit steigenden Flüchtlingszahlen zu rechnen ist, suchen wir als Gemeinde weiteren Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen. Die Wohnungen sollten eine Kochmöglichkeit bieten und können möbliert sein. Viele sind Bootsflüchtlinge, die unter lebensgefährlichen Umständen nach Deutschland gekommen sind. Viele mussten ihre Familien zurück lassen, ohne zu wissen, ob oder wann sie diese wieder sehen. Mit diesen traumatischen Erlebnissen stehen die jungen Männer nun in einem fremden Land. Sie sprechen kein Deutsch, einige können Englisch andere nur Arabisch. Auf Initiative der Landrätin und mir wird jetzt ein Deutschkurs an der VHS Eppelborn eingerichtet.

Die Anzahl der Integrationsbeauftragten des Landkreises reicht nicht aus unsere Flüchtlinge befriedigend zu betreuen, unser Netzwerk von nahezu 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus der Gemeinde Eppelborn unterstützt uns bei der sozialen und gesellschaftlichen Betreuung dieser Menschen. Darüber sind wir als Kommune sehr dankbar und zollen diesen Menschen unsere höchste Anerkennung.

Die Helfer sind dabei, wenn Anträge gestellt werden, Einkäufe getätigt werden, Termine bei Behörden oder Ärzten wahrgenommen werden usw.

Liebe Bürgerinnen und Bürgern, wenn Sie  sich aus sozialen und humanitären Gründen in diesem Bereich engagieren wollen, können Sie sich gerne an unser Rathaus wenden; die ausländischen Flüchtlinge würden sich sehr freuen, wenn ihnen die Integration in unsere Gesellschaft erleichtert wird und man Ihnen Hilfe anbieten würde.

Interessierte Vermieter werden gebeten, sich bei der hiesigen Gebäudeverwaltung, H. Even, Tel.: 06881-969-183, oder der Bürger-Info, Tel.: 06881-969-100 zu melden.

 

Ein schönes Wochenende

Ihre Bürgermeisterin

Birgit Müller-Closset