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Liebe für Alle, Hass für keinen - Baumpflanzaktion als Geste der Freundschaft und des Friedens in Eppelborn-Finkenrech

Vor dem Hintergrund zunehmenden Misstrauens gegenüber Fremden und unbekannten Religionen hat die Seniorenabteilung Majlis Ansurallah (Zusammenschluss der Herren über 40 Jahren) als Unterorganisation der islamistischen Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland - Körperschaft des öffentlichen Rechts (AMJ) seit 2012 die Initiative bundesweit Bäume für Frieden und Freundschaft zu stiften und zu pflanzen intensiviert. Bis 2014 waren es insgesamt fast 850 Bäume, die bundesweit als Zeichen friedlicher Verständigung und freundlicher Zusammenarbeit von Hamburg bis München, von Köln bis Stuttgart, in Kindergärten oder in Schulen, auf Marktplätzen oder direkt vor dem Rathaus aus dem Boden ragen.

Für viele Muslime, besonders die jüngeren Generationen, ist Deutschland inzwischen zur Heimat geworden, sie leben mit uns, sprechen zum großen Teil unsere Sprache. Mit der Aktion will die Religionsgemeinschaft falsche Vorstellungen und Missverständnisse, die hinsichtlich der Religionen und Kulturen bestehen, ausräumen und ihrem Heimatland Deutschland ihren Dank zurückgeben. Laut Ahmadiyya Muslim Jamaat schreibt der Islam Liebe und Loyalität zu dem Land, in dem man lebt, als Teil des Glaubens vor. Die Liebe zum Land ist ein Teil ihres Glaubens.

Auch auf Finkenrech wurde von der Majlis Ansurallah für die Region Saarland ein Baum des Friedens und der Freundschaft gepflanzt. Ehrengäste waren die Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, Amin Karim, Integrationsbeauftragter der SPD Dirmingen, Mohamad Islam-Uddin, Leiter der Baumpflanzaktion für das Saarland und Teilen von Rheinland-Pfalz, Hafeez Uttah Batwa, Vorsitzender der saarländischen Gemeinde der AMJ, Khawar Butwe, Seniorenvorsitzender der Gemeinde, der Dirminger Ortsvorsteher Manfred Klein sowie weitere Gästen aus Eppelborn und die Vertreter der Presse.

Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset dankte den Initiatoren für dieses Zeichen des Friedens unter dem Motto „Liebe für Alle, Hass für keinen“. Denn Frieden ist nicht alleine die Abwesenheit von Krieg und Terror. Zum Frieden gehören auch die Achtung, das Verständnis, die Integration der Kulturen und das friedliche Zusammenleben. Sie drückte ihre Hoffnung aus, dass viele Menschen erkennen, dass der Weg des Krieges und der Feindseligkeit ein schlechter Weg ist.

Manfred Klein betonte, dass die Grundlage des Zusammenlebens bei uns selbst in unserem unmittelbaren Leben anfangen muss, denn wir sind Mensch unter Menschen. Er ist sich sicher, dass der Baum lange Frieden in unsere Herzen ausstrahlen wird. „Wenn wir zulassen, dass der Baum des Friedens in unserem Herzen Wurzeln zieht, dann werden wir selbst zu Friedensstiftern. Denn was in uns wohnt geben wir der Welt.“