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Die Bürgermeisterin informiert:

 

Entwicklungskonzepte für Sportstätten und Hallen

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

können Sie sich eine Gemeinde, eine Stadt vorstellen, in der es keine Sporthallen und Sportplätze mehr gibt? Wohl kaum. Es ist sinnvoll, darüber nachzudenken, wie es ohne Möglichkeiten der Sportausübung um das gesellschaftlich wertvolle Engagement der Vereine in unserer Gemeinde, um die Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Menschen aller Altersgruppen, die Integration von Flüchtlingen und die Einbeziehung sozial Schwacher in das öffentliche Leben bestellt wäre. Warum solche Überlegungen anstrengen? Weil es Zeit ist, neu nachzudenken über die Räume, die Sport und Bewegungsförderung in unserer Kommune brauchen. Über die Räume, die für ein gesellschaftliches und kulturelles Miteinander gebraucht werden.

Natürlich leiden wir, wie fast jede Kommune im Saarland, unter einer kommunalen Finanzkrise, doch sollte der Kostenaspekt nicht als einziges Argument herangezogen werden. Sport und Sportstättenbau bzw. Sportstättensanierung in unserer Gemeinde verdienen eine andere Betrachtungsweise als nur die, sie seien ein erheblicher Belastungsfaktor für das kommunale Budget. Sanierungsstaus sind in den meisten unserer öffentlichen Hallen und Sportstätten aufgelaufen. Wir haben keine „goldenen Wasserhähne“ und wissen auch, dass eine Sportförderung nicht zum Nulltarif zu haben ist. Es muss aber ihr hoher Wert für das soziale Gefüge in unserer Gemeinde, für die Gesundheit der Bürger und damit insgesamt das Wohl Eppelborns in den Mittelpunkt unserer Betrachtung rücken.

Über Geld ist im Gemeinderat selbstverständlich auch zu diskutieren. Das jedoch mit neuen Denkansätzen. Die Sanierung und Modernisierung unserer Sportstätten müssen an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Unter dem Stichwort „demografischer Wandel“ ist zu entscheiden, ob eine neue Halle auch in zehn Jahren noch in den geplanten Dimensionen und mit der vorgesehenen Ausstattung benötigt wird. Auch ist ohne Tabus über die mögliche Schließung einer Einrichtung zu diskutieren, so sie wirtschaftlich sinnvoll erscheint, weil die Nutzung zu gering ist und die Kosten davonlaufen. Umgekehrt wäre ein Teil des eingesparten Geldes in den Betrieb von Zubringerdiensten für Familien und deren Kinder zu investieren.

Aktuell wird überall in unserer Gemeinde über die Sanierung der Fußballplätze diskutiert. Wir sind dabei, eine Sportstättenentwicklungsplanung für Fußballplätze aufzustellen; das ist unabdingbare Voraussetzung für einen Zuschuss der Sportplanungskommission in Höhe von bis zu 65.000 EURO und eine ergänzende Bedarfszuweisung in Höhe von bis zu 150.000 EURO. Auf Grundlage dieses Entwicklungskonzeptes müssen wir als Kommune bedarfsorientiert über den Erhalt von Sportstätten entscheiden, womit wir wieder beim Thema sind. Eine Kick-off Veranstaltung mit den beteiligten Fußballvereinen findet nächste Woche im Rathaus statt.

Einen Fahrplan, wo die Reise in den kommenden Jahren hingeht, werden wir auch für unsere Hallen und Bürgerhäuser aufstellen. Der Rat hat ein positives Signal gegeben, für eine ganzheitliche energetische und bauliche Untersuchung unserer kommunalen Immobilien. Dank guter Förderangebote von Bund und europäischer Union, sind wir dadurch in der Lage, mit wenigen Eigenmitteln ein aussagekräftiges Immobilienkonzept für unsere Gemeinde aufzustellen. Zukünftige Sanierungs- und Investitionsentscheidungen werden sich daran orientieren müssen.

Ich hoffe, dass Sie liebe Bürgerinnen und Bürger diese neuen Denkansätze verstehen und mittragen, denn Sie sind als mündige Bürger die Garanten der Demokratie. Wie Bundespräsident Gauck kürzlich sagte: „Es liegt an uns, Veränderungen nicht zu fürchten, sondern sie als Aufgabe anzunehmen.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein Wochenende mit viel Freude in ihrem Privatleben und bei ihrem ehrenamtlichen Engagement.

 

Ihre Bürgermeisterin

Birgit Müller-Closset