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Die Bürgermeisterin informiert:

 

Private Spendengelder und Soforthilfen an Unwetteropfer in Dirmingen ausgezahlt – weitere Hilfen folgen!

 

Liebe Mitbürgerinnen und  Mitbürger,

 

das große Unwetterereignis vom 7. Juni 2016 hat zu  einer großen Solidaritätswelle in unserer Gemeinde geführt. Viele Helferinnen und Helfer haben ohne großes Aufheben großartige Hilfe bei den Aufräum-  und Reinigungsarbeiten geleistet. Es gab innerhalb der Dorfgemeinschaft Dirmingen so viel Zusammenhalt und ein großartiges Engagement. Diese Hilfsbereitschaft ist ein positives Signal in unserer Gesellschaft, die zeigt, dass die Menschen in Notsituationen nicht einfach wegschauen sondern einander helfen. Zahlreiche Benefizveranstaltungen haben mittlerweile zu einem Spendenaufkommen von weit über 90.000 EURO geführt, sie werden bis Ende August noch weiter stattfinden. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Vereine, Organisationen und Firmen, die mit tollen Aktionen für die Unwetteropfer von Dirmingen so großzügig  gespendet haben.

 

Wir als Gemeinde, sprich Verwaltung, Baubetriebshof und Feuerwehr, haben unser Bestes gegeben und unbürokratisch und schnell geholfen. Geologen, Statiker und Bausachverständige wurden sofort an die am stärksten vom Unwetter betroffenen Stellen, so z.B. die „Thalexweilerstraße“,  beordert, um den evakuierten Menschen dort zu helfen. Ein Großteil dieser Kosten wird von uns übernommen.

Die Gemeinde übernahm darüber hinaus Containerkosten in Höhe von 35.000 € sowie Lohnersatzkosten für die Feuerwehr in Höhe von 6.000 €.

 

Am 6. Juli fand ein Runder Tisch mit den Betroffenen der „Thalexweilerstraße“ im Rathaus statt, viele Einzelgespräche mit besonders Betroffenen folgten im Rathaus  und vor Ort. Zahlreiche Dankesbriefe und -worte von Unwetteropfern gingen bei uns sowie dem Ortsrat und dem Ortsvorsteher von Dirmingen ein. Mit Minister Bouillon stehen wir seit Wochen in engem Kontakt und danken ihm dafür, denn gemeinsam mit ihm können wir jetzt auch das kritische Problem der Hangabsicherung in der Thalexweilerstraße angehen.

 

Deshalb ist es für mich als Bürgermeisterin und meine MitarbeiterInnen unverständlich, dass man von Seiten der CDU-Fraktionsspitze Kritik übt an unserer Arbeit, sprich dem zeitlichen Verteilungsmodus der privaten Spenden und Soforthilfen. Dass Hilfen nicht so schnell verteilt werden konnten wie etwa in Bayern, lag u.a. daran, dass das Finanzministerium und die Staatskanzlei zunächst mehrmals zu Verfahrensbesprechungen eingeladen hatten. Auch die Richtlinien des Landes über Hilfen traten erst später in Kraft.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass der von einer Bundestagsabgeordneten aus Wahlkampfgründen vor kurzem geforderte Runde Tisch bereits vor längerer Zeit stattgefunden hat. Ich als Bürgermeisterin finde es mehr als schade, dass in solchen Notsituationen aus Wahlkampfgründen unsachgemäße Kritik an der Arbeit der Gemeindeverwaltung geübt wird, statt parteiübergreifende Solidarität im Sinne der Betroffenen zu zeigen.

Beim Ortsrat Dirmingen hat dies wunderbar geklappt. Mein besonderer Dank an dieser Stelle geht an den Ortsrat Dirmingen und seinen Ortsvorsteher Manfred Klein.

 

Von den privaten Spenden wurden bisher 85.600 EURO verteilt, wobei 6 Familien jeweils 7.000 € erhielten und 109 Familien jeweils 400 €. Alle Unwettergeschädigten wurden von der Gemeindeverwaltung angeschrieben. Derzeit liegen noch 5 – 6 Fälle ohne Rückmeldung vor. Diese können sich aber noch bei der Gemeindeverwaltung melden, da keine Ausschlussfrist besteht. Für die Soforthilfen des Landes in Höhe von bis zu 1.500 € gab es 55 Anträge, davon wurden von der Schadenskommission des Landkreises 45 bewilligt und 10 abgelehnt. Die bewilligten Zuschüsse sind mittlerweile ausbezahlt.

 

Das Verfahren über die Antragstellung zur Gewährung von darüber hinausgehenden Finanzhilfen ist entsprechend den Landesrichtlinien erheblich aufwändiger. Maximal 20.000 EURO können Betroffene hier erhalten, wenn die offenzulegende Vermögens- und Einkommenssituation dies bei den Einzelnen zulässt. In den meisten Fällen muss die Schadenshöhe von den Betroffenen noch belegt werden. Der Schadenskommission liegen derzeit 10 Anträge vor, die Frist endet bei diesen Hilfen am 31. August 2016. Gemeinde und Kreis erbringen bei den Finanzhilfen insgesamt 60 %, der Rest wird vom Land bezahlt; bereits erteilte Soforthilfen werden davon abgezogen.

 

Abschließend möchte ich Sie auf unsere Auftaktveranstaltung „Stadtradeln“ am Montag auf dem Marktplatz in Eppelborn aufmerksam machen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein sportliches Wochenende.

 

Ihre Bürgermeisterin

 

Birgit Müller-Closset