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Hundebesitzer   - Aufgepasst -

Regelungen zur Anleinpflicht für Hunde in der Gemeinde Eppelborn:


1. Saarländisches Jagdgesetz (SJG)

In § 33 des Saarländischen Jagdgesetzes hat der Gesetzgeber u.a. Folgendes geregelt:

Es ist verboten, in der Zeit vom 1. März bis 30. Juni (Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit) Hunde in einem Jagdbezirk außerhalb eingefriedeter Flächen, die sie nicht verlassen können, unangeleint laufen zu lassen, außer wenn sie zuverlässig den Bereich des Weges nicht verlassen. Das Verbot gilt nicht für Hirten-, Jagd-, Blinden-, Rettungs-, Suchhunde und Hunde von Diensthunde haltenden Behörden, die sich im Einsatz oder in Ausbildung befinden und entsprechend gekennzeichnet sind.“

In dieser Zeit vom 01.03. bis 30.06. eines Jahres sind die Hunde also grundsätzlich auch im Wald und Flur angeleint zu lassen. Ausnahmen macht das Gesetz bei Hirten-, Jagd-, Blinden-, Rettungs- und Suchhunden. Befreit von dieser Anleinpflicht sind allerdings auch diejenigen Hunde, die zuverlässig den Bereich der Wege nicht verlassen.

Entscheidend kommt es hier darauf an, dass ein Hund, der neben dem Weg läuft, sich jederzeit im Blickfeld der den Hund führenden Person befindet und von dieser zuverlässig abgerufen und bei Bedarf direkt angeleint werden kann.

2. Polizeiverordnung der Gemeinde Eppelborn

Die Polizeiverordnung der Gemeinde Eppelborn vom 01.07.2013 enthält folgende Regelungen:

Hunde dürfen nicht ohne Aufsicht frei umherlaufen. Innerhalb der bebauten Ortslage sind Hunde an einer höchstens zwei Meter langen Leine zu führen. Dies gilt ebenfalls für Anlagen, die dem Sport, dem Spiel oder der Erholung dienen oder soweit der Leinenzwang vorgeschrieben ist. Wer einen oder mehrere Hund/e mit sich führt, muss von seiner körperlichen Konstitution in der Lage sein, den Hund/ die Hunde sicher an der Leine zu halten; die Leine muss für diese Aufgabe geeignet sein. Er hat dafür zu sorgen, dass der/ die Hund /e weder Personen oder Tiere gefährden noch Sachen beschädigen können. Die darüber hinaus gehenden Regelungen der Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden im Saarland bleiben unberührt.

Die Mitnahme von Hunden auf Liegewiesen, Spielplätze, Friedhöfe, allgemein zugängliche Sportanlagen außerhalb festgelegter Benutzungszeiten, gemeindeeigene Schulhöfe, gemeindeeigene Anlagen von vorschulischen Einrichtungen sowie Kindertagesstätten ist verboten.

Die Absätze 3 und 4 gelten nicht für behördliche Diensthunde im dienstlichen Einsatz, Blindenhunde und Jagdhunde im jagdlichen Einsatz.“

Innerhalb der bebauten Ortslage gilt demnach eine grundsätzliche Anleinpflicht, mit Ausnahme der aufgeführten Diensthunde, Blindenhunde und Jagdhunde.

 

3. Sondergebiete, wie z.B. Naturschutzgebiete, Wasserschutzgebiete etc.

Das Saarländische Naturschutzgesetz verbietet, "wild lebende Tiere zu beunruhigen, zu fangen, zu verletzen oder zu töten".

Weiterhin muss beachtet werden, dass in den individuell gestalteten Schutzgebietsverordnungen, wie z.B. in der „Verordnung über das Naturschutzgebiet Täler der Ill und ihrer Nebenbäche“ das Verbot besteht, Hunde frei laufen zu lassen, also hier Leinenzwang gilt.

Verstöße gegen die Leinenpflicht können mit entsprechenden Bußgeldern bis zu 5.000,00 € geahndet werden. Zusätzlich können ggf. Schadenersatzansprüche entstehen.

Die Hundebesitzer werden daher im eigenen Interesse gebeten, die o.g. Leinenpflicht einzuhalten.