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Die Bürgermeisterin informiert

Forschungsprojekt Starkregenstudie Eppelborn gibt Handlungsempfehlungen zur Vorsorge bei Starkregenereignissen


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im Juni 2016 war unser Ortsteil Dirmingen innerhalb von vier Tagen zweimal von Unwettern mit Starkregen betroffen, die zu großen Schäden führten. Während des zweiten Starkregenereignisses kam es im Ortsteil Dirmingen zu Sturzfluten, die große Mengen an Schlamm mitführten, sodass Durchlässe und Regeneinläufe verklausten. Große Teile der Ortsmitte von Dirmingen wurde damals überflutet, mehrere Häuser waren in ihrem Bestand gefährdet, viele Straßen waren zeitweise unpassierbar. Am 11. Juni 2018 traf uns erneut ein schlimmes Unwetter mit ähnlichen Auswirkungen, nur dass diesmal fast alle Ortsteile betroffen waren, darunter auch viele Gewerbetreibende.

Im August 2017 haben wir eine Analyse (Starkregenstudie) der Gefährdung durch das Thema Starkregen und Sturzflut in Auftrag gegeben. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung können Defizite und Handlungsbedarf erkannt und Maßnahmen entwickelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in zukünftige Projekte zur Vorsorge von Starkregenschäden einfließen. Dieses Forschungsprojekt wird in einer Kooperation zwischen der Forschungsgruppe Wasser (fgw) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, der Firma Hydrotec und dem ortsansässigen Ingenieurbüro Leibfried bearbeitet. Sobald die Ergebnisse dieses wichtigen Forschungsprojekts vorliegen, werden wir Sie in einer öffentlichen Veranstaltung informieren.

Nach den aktuellen Unwetterereignissen liegen uns derzeit 113 Schadensmeldungen vor. Die Schadenskommission zur Regulierung der durch die heftigen Starkregenfälle am 11. Juni 2018 verursachten Schäden ist beim Landkreis inzwischen eingerichtet; 2 Mitarbeiter unserer Verwaltung sind in die 8-köpfige Kommission berufen worden. Die Ortsvorsteher der jeweils betroffenen Ortsteile sind bei Bedarf über die Gemeinde beizuladen und nehmen in beratender Funktion an den Sitzungen teil. Von Landesseite, d.h. dem Innen- und Finanzministerium, muss jedoch noch dringend geklärt werden, ob auch an Vereine und kleine Betriebe (max. 10 Beschäftigte) Soforthilfen gezahlt werden können. Auch ist immer noch unklar von Landesseite, ob außer Eppelborn auch die übrigen Ortsteile in die Liste der Hauptschadensgebiete aufgenommen werden und somit bei den Soforthilfen berücksichtigt werden dürfen. Unsere Gemeinde und der Landkreis haben sich beim Land für die Aufnahme aller betroffenen Ortsteile eingesetzt, die nächste Besprechung ist am 10. Juli. Eine weitere Veränderung gegenüber 2016 ist, dass die Soforthilfe, die 2016 allein vom Land getragen wurde, bei den diesjährigen Schadensfällen wie die Finanzhilfen aufgeteilt werden soll, d.h. Land 40%, Kreis 30%, Gemeinde 30%. Der Gemeinderat wird in einer von mir einberufenen Dringlichkeitssitzung diese Woche diese zusätzlichen Kosten sicherlich mit einem positiven Beschluss absichern.

Was die Anzahl der Feuerwehreinsätze betrifft, sind mittlerweile 114 dokumentiert. Die genaue Höhe der Schäden an unserer kommunalen Infrastruktur liegt noch nicht fest, aber es dürfte sich um einen Betrag in Millionenhöhe handeln.
Alle betroffenen Bürger aus Eppelborn, die uns eine Schadensmeldung eingereicht haben, sind von uns angeschrieben und informiert worden.
Wir sichern allen betroffenen Bürger/innen und Geschäftsinhabern unkonventionelle Hilfe zu und koordinieren Sach- und Finanzspenden, die bei uns eingehen.

Zur Milderung der finanziellen Folgen wurden bei den lokalen Banken und Sparkassen folgende Spendenkonten für die Geschädigten des Unwetters eingerichtet:

Gemeinde Eppelborn – Unwetter GEMEINDE EPPELBORN
bei der Sparkasse Neunkirchen IBAN DE58 5925 2046 0100 2367 93
oder bei der LevoBank Lebach IBAN DE98 5939 3000 0000 0050 45

Wichtige Information zur Vorsorge bei Starkregenereignissen finden Sie auf unserer Internetseite unter www.eppelborn.de.

Wenn Sie rund um dieses Thema noch weitere Fragen haben, rufen Sie uns einfach unter der Hotline (06881-969 / 123 /119) an.

Ich wünsche Ihnen ein hochsommerliches Wochenende mit viel Kultur und sportlichem Vergnügen.

Ihre Bürgermeisterin
Birgit Müller-Closset