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Leuchtturmprojekt im Bereich Agro-Photovoltaik - symbolische Inbetriebnahme der größten bifacialen Solaranlage in Dirmingen


Im Rahmen der  Aktionswoche 2018 „Das Saarland voller Energie“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr wurde vergangenes Wochenende die größten, bifaciale Solaranlage in Dirmingen symbolisch in Betrieb genommen.

Der neue Solarpark im Gemeindebezirk Dirmingen stellt ein Leuchtturmprojekt im Bereich Agro-Photovoltaik dar. Das innovative Anlagendesign, welches von der Next2Sun GmbH, einem 2015 gegründeten StartUp Unternehmen entwickelt wurde, schafft den Spagat zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Stromproduktion aus Sonnenenergie. Auf einer Fläche von rund 10 Hektar entstand in zwei Bauabschnitten eine Anlage mit 5.700 bifaciale n-type Modulen der Ökostrom Saar Wind GmbH, eine 100% Tochter der Ökostrom Saar GmbH. Bifaciale Solarzellen haben die Besonderheit, dass Vorder- und Rückseite optisch aktiv sind. Durch das Einlegen der Solarzellen zwischen zwei etwa 2,5 mm starken Glasplatten entsteht ein stabiles Modul im Sandwich-Design, welches Standardmodulen mit nur einer aktiven Oberfläche ertragsmäßig überlegen ist. Die beidseitig lichtempfindlichen Module wurden dabei senkrecht aufgeständert, eine Seite nach Osten, die andere orientiert sich nach Westen. Dies führt zusammen mit Reihenabständen von etwa 10 m zu einer Minimierung der überbauten Fläche. Reihenzwischenräume können weiterhin landwirtschaftlich genutzt und bspw. Grünfutter geerntet werden. Das innovative Konzept bietet eine Möglichkeit, die politisch forcierte Reduktion des Flächen- und Bodenverbrauchs und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu vereinen. Die Investitionskosten sind etwas höher. Dagegen stehen höhere spezifische Stromerlöse sowie Mehrerlöse bei der Vermarktung des Stroms an der Börse und die Doppelnutzung der Fläche. Durch die erwartungsgemäß längere Lebensdauer bifacialer n-type Module sind Betriebsmodelle, die über den EEG Vergütungszeitraum hinausgehen, denkbar und angestrebt.

Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Jürgen Barke, betonte, dass für das Projekt und seine Investoren mit der Anlage ein Vorzeigeprojekt im Bereich Agro-Photovoltaik entstanden ist. Das innovative Anlagendesign ermöglicht auf minimaler Fläche maximalen Gewinn für die Stromproduktion, aber auch für die landwirtschaftliche Nutzung. Projektentwickler Hildebrandt lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden und der Gemeinde Eppelborn. Auch Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset zeigte sich stolz über die erfolgreiche Ansiedlung eines innovativen Erneuerbare-Energie-Projektes, das mit großer Akzeptanz in der Bevölkerung realisiert wurde. Durch den Ausbau regenativer Energien leisten wir einen wichtigen Beitrag regionaler Wertschöpfung. Damit wurde in der Gemeinde Eppelborn ein weiterer Schritt zur energieautarken Gemeinde verwirklicht.

Fotos: Gemeinde Eppelborn