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Die Bürgermeisterin informiert

Attraktiver ländlicher Raum braucht Entwicklungsprogramme


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Zukunft des ländlichen Raums, die Zukunft unserer (Land-) Gemeinde Eppelborn, hängt entscheidend davon ab, unsere Infrastrukturen attraktiv zu halten. Denn wie alle Städte und Gemeinden altern wir in nie dagewesener Geschwindigkeit. Für das Jahr 2030 prognostiziert man Eppelborn nur noch 15.000 Einwohner. Der Anteil der über 65-jährigen steigt um über 30%, die Lebenserwartung steigt ebenso. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass viele junge Menschen in städtische Gebiete abwandern. Wir alle sind gefragt etwas dagegen zu tun und unsere Gemeinde gemeinsam weiterzuentwickeln, damit sie für alle Altersgruppen attraktiv bleibt.

Es ist enorm wichtig unsere Grundschulen, Kindertagesstätten und Betreuungseinrichtungen in ihrer Personal- und Sachausstattung kontinuierlich zu verbessern. Der wichtige Bildungsbereich sollte nicht dem strengen Spardiktat unterliegen. Der Neubau einer modernen Kita in Wiesbach beginnt im neuen Jahr, mit der Sanierung der Kita Humes und Errichtung von Krippenplätzen stehen wir noch in Verhandlungen mit der Kirche. Der weitere Ausbau und die Aufrechterhaltung einer guten sozialen Infrastruktur ist ein entscheidendes Kriterium für eine vitale Kommune. Wir benötigen hierfür den weiteren Ausbau von altersgerechtem und betreutem Wohnen. Die von der GFA mbH im Bereich des Betreuten Wohnens am Alten Kino geplanten 20 Tagespflegeplätze werden voraussichtlich in nächsten Jahr fertiggestellt sein. Pflegende Angehörige werden dadurch entlastet. Mehrgenerationenwohnen könnte ein weiteres wichtiges Zukunftsthema sein, so etwa in der Ortsmitte von Eppelborn, Dirmingen und Wiesbach. Planungen gibt es schon.

Der Ausbau von Mehrgenerationentreffpunkten wie etwa in Wiesbach, Humes und Habach trägt zu einer wichtigen Förderung der lokalen Entwicklung bei. Für den Ausbau des Mehrgenerationenzentrums (Megatreff) Wiesbach zu einer generationenübergreifenden und integrativen Begegnungsstätte haben wir aktuell einen ELER - Zuschussbescheid in Höhe von 55.633 EURO vom Umweltministerium erhalten. Es handelt sich dabei um eine Zuwendung im Rahmen der nachhaltigen Dorfentwicklung aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes. Der größte Teil davon sind EU-Fördermittel. Unser Eigenanteil beträgt 35%, das sind knapp 30.000 EURO. Insgesamt verfügen wir dann über 85.590 EURO netto. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass wir mit diesen Fördergeldern jetzt den Gastraum (oberer Schankraum Wiesbachhalle), das Behinderten-WC sowie die Küche sanieren können. Der Bodenbelag wird komplett erneuert, die Decke erhält einen modernen Schallschutz. Einen weiteren ELER-Antrag haben wir für das Bauernhaus Habach eingereicht, um dringende Sanierungsaufwendungen in Höhe von 70.000 EURO leisten zu können. Aus Sicherheitsgründen muss unser Bauernhaus vorrübergehend geschlossen bleiben. Wir hoffen aber beim Fördergeber auf die Bewilligung eines vorzeitigen Sanierungsbeginns im neuen Jahr.

Die Umsetzung weitere Planungen mit Hilfe von Entwicklungs- und Förderprogrammen beziehen sich auf die Sanierungen des Pfarrsaals in Humes und des Bürgerhauses in Habach. Mit Hilfe des Projektträgers Jülich und der Gemeindewerke Eppelborn beabsichtigen wir zudem die Beleuchtung in unseren Hallen sukzessive auf energieeinsparende LED-Beleuchtung umstellen.

Es bleibt wie immer viel zu tun, auch im neuen Jahr. Packen wir es gemeinsam an.

Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen 3. Advent bei winterlichem Wetter.


Ihre Bürgermeisterin
Birgit Müller-Closset

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