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Frohe Ostern

Ein Ostergedicht von Arno Meiser

Stets wenn beginnt die Frühlingszeit
Ist auch das Osterfest nicht weit
Ein großes Fest im Jahreslauf
Die Kinder freuen sich darauf.

Natürlich freut sich Vater auch
Es ist seit jeher alter Brauch
Dass ja an Ostern, unbedingt
Der Osterhase Eier bringt.

Nicht Hühnereier, das ist klar
Nein, Eier, bunt und wunderbar
Die er versteckt im Morgentau
In Farben, grün, gelb, rot und blau.

Jetzt sagt ihr sicher ganz bestimmt
Es weiß doch heute jedes Kind
Was einem fast das Herz zerbricht
„Den Osterhasen gibt es nicht.“

Für solche Fälle stets parat
Der Vater als ein Mann der Tat
Seit Jahren schon steht er bereit
Als Hase in der Osterzeit.

Sehr früh, sehr leise und ganz sacht
Er sich schon auf die Socken macht
Und legt die feinsten Sachen aus
In Gras und Hecken hinterm Haus.

So manches Jahr, wie ihr ja wisst
Das Gras an Ostern hoch schon ist
Dass Vater auf die Schnelle dann
Die Eier gut verstecken kann.

Setzt Osterhasen noch geschwind
Die ganz aus Schokolade sind
Im hohen Grase reichlich aus
Und schleicht beglückt zurück ins Haus.

Kaum ist es hell nach langer Nacht
Die beiden Kinder sind erwacht
Steh‘n auf und kleiden schnell sich an
Nichts, was sie jetzt noch halten kann.

Die Eiersuche, die beginnt
Ein Freudenfest für jedes Kind
Doch bleibt die Stimmung dann nur gut
Wenn man auch etwas finden tut.

Dies ist nun leider nicht der Fall
Die Kinder suchen überall
Doch es ertönt kein Freudenschrei
Denn nirgends findet sich ein Ei.

Die Mutter schaut den Vater an
Der dies auch nicht verstehen kann
Ratlos da steht und nicht mehr lacht
Sich selbst nun auf die Suche macht.

Jetzt suchen alle, Mutter auch
Im hohen Gras, in Busch und Strauch
Die erste Stunde ist vorbei
Es findet sich kein Osterei.

Enttäuschung macht sich langsam breit
Die Kinder sind das Suchen leid
Nochmals schaut Mutter Vater an
Der sich das nicht erklären kann.

Die vier zurück zum Haus nun geh‘n
Da sehen sie den Nachbarn steh‘n
Hat Eier, Hasen in der Hand
Die er in seinem Garten fand.

Er stellt sie vor den Kindern ab
Schaut Vater an, sagt kurz und knapp:
„Die sind für euch und nicht für mich
Euer Hase, der verirrte sich.“