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Der Eichenprozessionsspinner ist leider auch in diesem Sommer wieder aktiv

Aktuell erreichen die Gemeindeverwaltung sehr viele Meldungen per WhatsApp oder auch telefonisch zu Vorkommen des Eichenprozessionsspinners in unserer Gemeinde. Im Moment sind aufgrund der für die Entwicklung des Eichenprozessionsspinners günstigen Witterung in allen Wäldern, aber nicht nur dort sehr viele Eichen befallen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des zuständigen Fachbereichs beobachten das sehr aufmerksam.
Für den Eichenprozessionsspinner besteht grundsätzlich weder eine generelle Melde- noch Bekämpfungspflicht. Aufgrund des massen­haften Auftretens ist es inzwischen unmöglich geworden, die Tiere flächendeckend zu bekämpfen und alle gemeldeten Nester zu entfernen. Zudem ist es zu den Hauptbefallszeiten extrem schwierig,  eine Spezialfirma zu finden, die noch Kapazitäten frei hat, um die Nester kurzfristig zu entfernen. In diesem Zusammenhang weist die Verwaltung auch darauf hin, dass die Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde nicht zuständig für die Beseitigung der Nester sind, da sie keine dafür erforderliche Schutzausrüstung besitzen.
Menschen mit einer entsprechenden Allergie oder von Asthma betroffene Personen sollten bei Spaziergängen die Nähe von Eichen meiden, Kinder sollten auf die von den Raupen ausgehenden Gefahren aufmerksam gemacht werden. Der Eichenprozessionsspinner kann auch für Tiere, wie etwa Hunde und Katzen gefährlich sein, hier sollten die Tierhalter die Augen offenhalten.
Dort, wo sich Menschen und insbesondere Kinder im öffentlichen Raum länger aufhalten, hat eine Bekämpfung oberste Priorität! Das betrifft Kindergärten, Spielplätze und Schulen in erster Linie. Ist eine Beseitigung der Nester nicht unmittelbar möglich, so werden diese Bereiche in einem ersten Schritt abgesperrt.
Auf Wanderwegen wird unter anderem an Ruhebänken oder Schutzhütten im Bedarfsfall mit beschriftetem Flatterband gewarnt.  Die Gemeinden sind dabei nur für den Befall an ihren eigenen Bäumen zuständig. Im privaten Bereich müssen die Baumeigentümer bei Bedarf eine Bekämpfung selbst beauftragen und bezahlen.
Daher die Bitte der Verwaltung: Bitte melden Sie daher nur Vorkommen in sensiblen Bereichen, gerne mit präzisen Ortsangaben, und nicht allgemein an Wander-, Feld- und Waldwegen!

Gesundheitsrisiken für den Menschen

Die Brennhaare der Raupen können möglicherweise zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Ursache ist das Nesselgift Thaumetoporin auf den Härchen der Larven. Dabei geht nicht nur von frischen Brennhaaren ein Risiko aus, eventuell können auch die Brennhaare, die die Raupen in den Gespinstnestern zurücklassen, Reaktionen hervorrufen. Studien über die Dauer, wie lange Brennhaare wirken können, stehen noch aus. Die Auswirkungen eines Kontaktes mit den Brennhaaren der Raupen können eine sogenannte Raupendermatitis, ein Hautauschlag, oder eine Bindehautentzündung sein. Auch Atemwegsreizungen, Schwindelgefühl oder Fieber können die Symptome eines Kontaktes mit den Brennhaaren sein. Häufig nimmt die Empfindlichkeit von Einzelpersonen mit der Anzahl der Einzelkontakte zu. Selten kommt es auch zu allergischen Schockreaktionen.
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